Female Recruiting

In Deutschland leben etwa 42 Millionen Frauen – rund eine Million mehr als Männer. Damit stellen sie hierzulande die größte Zielgruppe dar. Frauen spielen eine ökonomisch entscheidende Rolle – nicht nur, weil weltweit rund 80% aller Konsumentscheidungen von Frauen getroffen werden, sondern weil Studien zeigen, dass Unternehmen mit einem hohen Anteil von Frauen in Führungspositionen nicht nur wirtschaftlich erfolgreicher, sondern langfristiger auch innovativer sind.

FEMALE RECRUITING – das Anwerben von hochqualifizierten Frauen – ist daher kein „nice-to-have“, sondern eine ökonomische Notwendigkeit für jedes Unternehmen.

Frauen gewinnen!

5 Leitlinien für ein erfolgreiches FEMALE RECRUITING

Welche Grundvoraussetzungen müssen vorliegen, damit ein paritätisches Verhältnis von Männern und Frauen in Unternehmen und Organisationen möglich werden kann? Dieser Frage gehen die Veranstalter der WOMEN&WORK seit 2011 im Rahmen der Studie „Was Frauen wollen – Wünsche und Anforderungen von Frauen an potenzielle Arbeitgeber“ nach. Bundesweit wurden 4.000 Frauen befragt. Neben dem Ausräumen von Mythen, konnten aus den Antworten 5 konkrete Leitlinien für Unternehmen entwickelt werden, aus denen ein zielgerichtetes „Female Recruiting“ abgeleitet werden kann.

Die FEMALE RECRUITING-Studie kann kostenfrei angefordert werden.

  1. Leitlinie: Frauen sind karrierebewusst.
    Für 95,6 % der befragten Frauen ist der Beruf „wichtig“ bis „sehr wichtig“. 82 Prozent legen Wert auf gute Aufstiegsbedingungen. Insgesamt ist Karriere für 77 % sehr wichtig. Das klassische Stereotyp „Frauen wollen nicht in Führung“ bzw. das Vorurteil Karriere spiele für Frauen nur eine untergeordnete Rolle, ließ sich nie beweisen. Die geringe Karriereaffinität von Frauen ist ein Mythos.
  2. Leitlinie: Frauen legen Wert auf Geld und beruflichen Erfolg.
    Neben der Karriereaffinität sind für Frauen insbesondere die Arbeitgeber attraktiv, die gute Aufstiegsbedingungen schaffen. Dazu gehören nicht nur transparente und flexible Karrierewege, sondern vor allem flexible Karriere- und Führungsmodelle. Führen in Teilzeit oder Jobsharing sind wirkungsvolle Maßnahmen, denn sie ermöglichen Frauen den Karriereaufstieg bei gleichzeitig flexibler Familiengestaltung. Darüber hinaus spielt der monetäre Faktor eine übergeordnet wichtige Rolle. 95,6% der befragten Frauen legen Wert darauf, dass der potenzielle Arbeitgeber ein „Commitment zum EqualPayment“ abgibt. 95 % wünschen sich eine gerechte Gehaltsentwicklung und auch ein „branchenübliches Einstiegsgehalt“ ist für 88,5 % der Frauen sehr wichtig.
  3. Leitlinie: Frauen erwarten eine kollegiale Arbeitsumgebung.
    Das „diskriminierungsfreie Betriebsklima“ ist der absolute Spitzenreiter, was die Wünsche und Anforderungen an potenzielle Arbeitgeber angeht. Für 98,4 % der Frauen ist dieses Kriterium maßgeblich entscheidend. Gleichauf liegt die „kollegiale Zusammenarbeit“. Aber auch die Themen „Mitbestimmung“, “Führung auf Augenhöhe“ und die „Anerkennung der Arbeitsleistung“ gehören zu den bevorzugten Kriterien der Arbeitgeberwahl. Hinter diesen Ansprüchen verbirgt sich eine ethische und menschliche Wertehaltung, die zugleich eine entscheidende Grundlage darstellt für erfolgreiche Innovations-und Change-Kulturen.
  4. Leitlinie: Frauen fordern agile Arbeitsbedingungen.
    Flexible Arbeitszeiten (97,8 %), selbstorganisiertes Arbeiten (96,2 %), ein hohes Maß an Selbstverantwortung (94 %) und flache Hierarchien (72,1 %) sind vier von insgesamt 10 Kriterien, die bei Frauen auf der Wunschliste an potenzielle Arbeitgeber ganz oben stehen. Auch hier sind die Wünsche und Anforderungen der Frauen nicht als betrieblicher Luxus anzusehen, sondern als Aufforderung an die Unternehmen, den längst notwendigen Schritt zu mehr Flexibilität konsequent umzusetzen, denn diese Maßnahmen kommen auch einer alternden Belegschaft zugute.
  5. Leitlinie: Frauen wünschen sich „Work-Learn-Balance“.
    Weiterbildung wird zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität von den Unternehmen zunehmend als Notwendigkeit erkannt. Das gilt insbesondere für Frauen. Für 94,5 % der Befragten sind das Vorhandensein betrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen sehr wichtig, gefolgt von der Möglichkeit der regelmäßigen Weiterbildung (92,3 %) und des lebensbegleitenden Lernens (89 %).

Grundsätzlich lässt sich sagen: Unternehmen, die diese Leitlinien in ihrer Kommunikation bewusst einsetzen und nach außen tragen, haben sehr gute Chancen, in der Zielgruppe der Frauen nicht nur als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, sondern Frauen langfristig an das Unternehmen zu binden und sie für Führungspositionen zu begeistern.

Vertiefende Informationen können in der Publikation „FEMALE RECRUITING: Frauen gewinnen“ nachgelesen werden, die unter https://verlag.VogelPerspektive.gmbh für EUR 6,99 bestellt werden kann.

Möchten Sie wissen, wo sich Ihr Unternehmen im Ranking der Frauen platzieren würde? Dann finden Sie es noch heute mit dem top4women-Assessment heraus.

“When women have access to more and better jobs, they are able to invest in themselves and their families and to take leadership in their communities. This is the multiplier effect of women&work. women&work helps to foster a pipeline of future Board members and CEOs, to challenge stereotypes and social norms, and to encourage women to move into non-traditional areas.”
Phumzile Mlambo-Ngcuka
Präsidentin UN Women, Mitglied der FEMALE PATRONAGE-Group

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