Female Recruiting

Frauen spielen eine ökonomisch entscheidende Rolle – nicht nur, weil weltweit rund 80% aller Konsumentscheidungen von Frauen getroffen werden, sondern weil Studien zeigen, dass Unternehmen mit einem hohen Anteil von Frauen in Führungspositionen nicht nur wirtschaftlich erfolgericher, sondern langfristiger auch innovativer sind.

FEMALE RECRUITING – das Anwerben von hochqualifizierten Frauen – ist daher kein „nice-to-have“, sondern eine ökonomische Notwendigkeit für jedes Unternehmen.

Frauen gewinnen!

5 Leitlinien für ein erfolgreiches FEMALE RECRUITING

Welche Grundvoraussetzungen müssen vorliegen, damit ein paritätisches Verhältnis von Männern und Frauen in Unternehmen und Organisationen überhaupt möglich werden kann? Dieser Frage gehen die Veranstalter der women&work seit 2011 im Rahmen der Studie „Was Frauen wollen – Wünsche und Anforderungen von Frauen an potenzielle Arbeitgeber“ nach.

An der letzten Studie, die im Zeitraum von Juni bis September 2018 online durchgeführt wurde, nahmen 750 Frauen bundesweit teil. Neben dem Ausräumen von Mythen, die sich um das Thema „Frauen und Karriere“ hartnäckig ranken, konnten mit der aktuellen Studie erstmalig auch 5 konkrete Leitlinien für Unternehmen erstellt werden, wie ein zielgerichtetes „Female Recruiting“ aussehen kann. „Die Frauen signalisieren es ganz klar: Beim Thema Frauenförderung und Female Recruiting geht es um harte Wettbewerbsvorteile und um Wachstum und Zukunftssicherung“, sagt Melanie Vogel, Autorin der Studie.

Die FEMALE RECRUITING-Studie kann kostenfrei angefordert werden.

  1. Leitlinie: Frauen sind karrierebewusst.
    Für 95,6% der befragten Frauen ist der Beruf „wichtig“ bzw. „sehr wichtig“. 82% legen Wert auf gute Aufstiegsbedingungen. Insgesamt ist Karriere für 77,0% der Frauen sehr wichtig. Nur 1% der Befragten empfindet Karriere als unwichtig. Der klassische Mythos „Frauen wollen nicht in Führung“ bzw. das Vorurteil, dass Karriere für Frauen nur eine untergeordnete Rolle spielt, ließ sich schon in den beiden Vorläufer-Studien aus den Jahren 2011 und 2014 nicht beweisen – und auch die Studie von 2018 lässt keine Rückschlüsse auf eine geringe Karriereaffinität von Frauen zu.
  2. Leitlinie: Frauen legen Wert auf Geld und beruflichen Erfolg.
    Neben der Karriereaffinität sind für Frauen insbesondere die Arbeitgeber attraktiv, die gute Aufstiegsbedingungen schaffen. Darüberhinaus spielt der monetäre Faktor eine übergeordnet wichtige Rolle. 95,6% der befragten Frauen legen Wert darauf, dass der potenzielle Arbeitgeber ein „Commitment zum EqualPayment“ abgibt. 95,0% wünschen sich eine gerechte Gehaltsentwicklung und auch ein „branchenübliches Einstiegsgehalt“ ist für 88,5% der Frauen sehr wichtig.
  3. Leitlinie: Frauen erwarten eine menschenfreundliche Arbeitsumgebung.
    Zum dritten Mal in Folge ist das „diskriminierungsfreie Betriebsklima“ der absolute Spitzenreiter, was die Wünsche und Anforderungen an potenzielle Arbeitgeber angeht. Für 98,4% der Frauen ist dieses Kriterium maßgeblich entscheidend. Erstmalig gleichauf liegt die „kollegialeZusammenarbeit“. Aber auch die Themen „Mitbestimmung“, „Führung auf Augenhöhe“ und die „Anerkennung der Arbeitsleistung“ gehören zu den bevorzugten Kriterien der Arbeitgeberwahl. Hinter diesen Ansprüchen verbirgt sich eine ethische und menschliche Wertehaltung, die zugleich eine entscheidende Grundlage darstellt für erfolgreiche Innovations-und Change-Kulturen.
  4. Leitline: Frauen fordern agile Arbeitsbedingungen.
    Flexible Arbeitszeiten (97,8%), selbstorganisiertes Arbeiten (96,2%), ein hohes Maß an Selbstverantwortung (94,0%) und flache Hierarchien (72,1%) sind vier von insgesamt 10 Kriterien, die bei Frauen auf der Wunschliste an potenzielle Arbeitgeber ganz oben stehen. Alle vier Aspekte sind Grundzutaten für Agilität, nach denen Unternehmen heute streben (müssen), um mit der Veränderungsdynamik Schritt halten zu können. Auch hier sind die Wünsche und Anforderungen der Frauen nicht als betrieblicher Luxus anzusehen, sondern als Aufforderung an die Unternehmen, den längst notwendigen Schritt zu mehr Flexibilität und Agilität konsequent umzusetzen.
  5. Leitlinie: Frauen wünschen sich„Work-Learn-Balance“.
    Weiterbildung wird zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität von den Unternehmen zunehmend als Notwendigkeit erkannt. Das gilt insbesondere für Frauen. Für 94,5% der Befragten sind das Vorhandensein betrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen sehr wichtig, gefolgt von der Möglichkeit der regelmäßigen Weiterbildung (92,3%) und des lebensbegleitenden Lernens (89,0%).
“When women have access to more and better jobs, they are able to invest in themselves and their families and to take leadership in their communities. This is the multiplier effect of women&work. women&work helps to foster a pipeline of future Board members and CEOs, to challenge stereotypes and social norms, and to encourage women to move into non-traditional areas.”
Phumzile Mlambo-Ngcuka
Präsidentin UN Women, Mitglied der FEMALE PATRONAGE-Group

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